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Plakate der Auto Union AG

DKW – Sieg im Großen Preis von Europa auf dem Sachsenring am 7. Aug. 1938 Icon vorheriges Bild Icon nächstes Bild Icon Bild vergrößern

DKW – Sieg im Großen Preis von Europa auf dem Sachsenring am 7. Aug. 1938 (SächsStA-C, 31050 Auto Union AG, Chemnitz, Nr. 153)
(© Sächsisches Staatsarchiv)

DKW – Sieg im Großen Preis von Europa auf dem Sachsenring am 7. Aug. 1938 Motorrad-Werbeplakat »Die Arbeitsweise des DKW-Zweitakters mit Umkehrspülung«, November 1936 Überwältigender Auto Union-Sieg im Großen Preis von Donington – Sieger: Tazio Nuvolari, 1938 Werbeplakat zum Automobilrennsportfilm: »Deutsche Siege in drei Erdteilen – ein Tonfilm der Auto Union« Werbeplakat »DKW erfüllt das Ziel, verbraucht sehr wenig, leistet viel«, Juni 1937 Werbeplakat »Ermüdungsfrei, trotz langer Fahrt, weil DKW an Platz nicht spart«, Juni 1937 Auto-Union-Bildbericht 1937: Nr. 11: »Eifelsieger – 4 X Auto Union«, 1937 Nürburg-Rennen am 24. Juli 1938 – Auto Union-DKW-Sieg in allen Klassen: DKW-Zweitakter wieder überlegen an Schnelligkeit und Zuverlässigkeit!, 1938 Motorrad-Werbeplakat »DKW«, 1939 Modellplakat »DKW – die Maschine der Meister: DKW-Motorräder erkämpften 1938 insgesamt 9 Meisterschaften und den ersten deutschen Sieg in der Englischen Tourist-Trophy (Klasse bis 250-ccm)«, Mai 1939 Werbeplakat »DKW-RT-3-PS: schnell-zuverlässig – betriebsbillig – Dreigang-Blockgetriebe, Drehgas, Innenbackenbremsen«, April 1938 Werbeplakat »Die neue DKW-RT-125«, 1941 Auto Union DKW-Siege: 7. Mai 1939: Internationales Hamburger Stadtparkrennen – Tiergartenrennen Helsinki, Finnland, 1939 »Werbeplakat DKW-Motorräder – siegerprobt und meistgekauft«, 1937 DKW – Silbervasen-Sieger zur Internationalen Sechstagefahrt 1935 Werbeplakat »DKW-Meisterklasse – der sparsame Wagen mit größter Leistung und sportlicher Eleganz«, Juli 1936 Horch Werbeplakat »Autobahn-Ferngang«, Juli 1938 Horch Werbeplakat »3,5-Liter-Achtzylinder-Innenlenker (82 PS)«, August 1937 Horch Werbeplakat »3,5-Liter-Achtzylinder-Sport-Cabriolet (82 PS)«, August 1937 Werbeplakat »W-24 1,8-Liter (42 PS)«

Hintergrundinformationen

Im Juni 1932 fusionierten die infolge »fehlgeleiteter Rationalisierung« und der Weltwirtschaftskrise schwer angeschlagenen sächsischen Traditionsunternehmen Zschopauer Motorenwerke J. S. Rasmussen AG (Markenzeichen DKW), Audi-Automobilwerke AG, Zwickau und Horchwerke AG, Zwickau sowie die Automobilabteilung der Wanderer-Werke AG, Siegmar-Schönau auf Betreiben der Sächsischen Staatsbank zur »Auto Union AG, Chemnitz« und wurden unter massivem Einsatz staatlicher Mittel saniert.

Die technische Innovationskraft, das umfassende Typenprogramm und spektakuläre Rennerfolge begünstigten nach 1932 den Aufstieg der Auto Union zum zweitgrößten deutschen Automobilproduzenten und Weltmarktführer im Motorradsektor. Neben den Präsentationen auf Messen und bei Autohändlern sowie Prospektmaterial waren Plakate eines der Werbemittel, die von der Auto Union erfolgreich eingesetzt wurden.

Der Bestand 31050 Auto Union AG, Chemnitz enthält 162 Plakate. Sie wurden von der Auto Union AG in den Jahren 1935 bis 1945 herausgegeben. Der größte Teil entstand in den Jahren 1936-1938. Aus der Zeit vor 1935 sind in den Beständen der Vorgängerfirmen Horch, Audi und der Zschopauer Motorenwerke (DKW) keine Plakate überliefert. Es ist davon auszugehen, dass ebenso wie in der Überlieferung des Gesamtbestandes erhebliche Verluste eingetreten sind. Anders lassen sich die auffallenden Lücken innerhalb des zeitlichen Rahmens oder z. B. das Fehlen jeglicher Werbe-/Modellplakate der Marke Audi nicht schlüssig erklären.

Die erhaltenen Plakate können mit wenigen Ausnahmen in die beiden Gruppen Modell-/Werbe- und Rennplakate gegliedert werden. Fast alle waren zum Aushang in der Öffentlichkeit oder zumindest in öffentlich zugänglichen Teilen von Werksvertretungen bestimmt und entsprechend gestaltet.

Die größere Gruppe Rennplakate wurde aus Anlass von Erfolgen bei Automobil- und Motorradrennen veröffentlicht. Plakate zu Rennerfolgen von DKW-Motorrädern im In- und Ausland, belegen die große Bedeutung, die der Motorradrennsport für die Auto Union besaß. Weitere Plakate sprechen zudem Erfolge im Motorrad- und Automobilsport gemeinsam an. Dabei stehen meist die Platzierungen, stilisierte Rennmotorräder bzw. Rennwagen und Geschwindigkeitsangaben, nicht jedoch die Fahrer im Mittelpunkt der Darstellung. Deren Namen werden zwar genannt, Porträtzeichnungen oder Fotos der Fahrer sind aber nur in den Bildberichten zu finden. Reine Personenplakate fehlen im Gegensatz zur heutigen Werbepraxis völlig.

Bei den Modell-/Werbeplakaten, die meist im Querformat gehalten sind, dominieren die Plakate für Personenkraftfahrzeuge, wobei die Gewichtungen sehr unterschiedlich sind. In dieser Plakatgruppe sind, gemessen an den Produktions- und Umsatzzahlen, die Relationen so sehr verschoben, dass gerade hier von großen Lücken in der Überlieferung ausgegangen werden muss.

Die Modellplakate sind in Pastellfarben gehalten. DKW- und Wanderer-Automobile sind häufig in eine realistische Umgebung mit Nutzung des Personenkraftwagens durch eine Familie gestellt. Die Präsentationen der luxuriösen Horch-Wagen verzichten fast völlig auf derartige Zusätze.

Weiterhin gibt es Plakatserien von so genannten »Bildberichten«. Sie stellen in schwarz-weiß oder einfarbig Rennerfolge eines Jahres (hier 1937 bzw. 1938) mit Kraftfahrzeugen und Motorrädern dar. Jeder Bildbericht ist in der Regel einem Rennen oder einer Rennserie gewidmet, in dem Fahrer der Auto Union erfolgreich waren. Neben dem Format und der Gestaltung in schwarz-weiß ist vor allem die kleinteilige Darstellung von Bild-/Foto- und Textblöcken auffällig, da die anderen Plakate sich fast alle auf eine Farbdarstellung mit einem Textblock beschränken. Bei den Rennerfolgsplakaten fällt der Textblock erheblich größer aus als bei den Modell-/Werbeplakaten. Hier werden oft nur der genaue Fahrzeugtyp und eventuell noch ein kurzer Werbespruch genannt.

Die Erscheinungsdaten 1935 bis 1945 liegen in der Zeit der nationalsozialistischen Herrschaft. Dies beeinflusste sowohl die Bildauswahl (Hitlergruß, Hakenkreuzfahnen) als auch die stark militaristisch geprägte Sprache (»Überall in Front«, »Bombenerfolg«, »unübertroffene Härte« etc.).

Eine ausführliche Verzeichnung (u. a. mit Angaben zur Abteilungsprovenienz) der Plakate, mehrere Register und Angaben zur Bestandsgeschichte sind dem gedruckten Findbuch zu entnehmen: Findbuch zu den Beständen Auto Union AG, Horchwerke AG, Audi-Automobilwerke AG und Zschopauer Motorenwerke J. S. Rasmussen AG im Staatsarchiv Chemnitz in zwei Bänden, bearbeitet von Martin Kukowski (= Veröffentlichungen der Sächsischen Archivverwaltung, Reihe A: Archivverzeichnisse, Editionen und Fachbeiträge, Bd. 1), Halle/S. 2000.

Über den Link gelangen Sie zu den vom Sächsischen Staatsarchiv herausgegebenen Publikationen.

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